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Andacht

Psalm 101

Liebe und Gerechtigkeit

In Psalm 101 sehen wir, dass Jesus kam, um Gottes Reich der Liebe und Gerechtigkeit aufzurichten und es mit treuen Bürgern zu füllen.

Was passiert hier?

Psalm 101 bringt den Wunsch von König David zum Ausdruck, alles Böse aus dem Königreich Israel auszureißen. Erst wenn das ganze Land voll ist von Menschen, die Gott allein lieben und seine Gebote befolgen, wird Israel zu dem Ort der Liebe und Gerechtigkeit werden, zu dem Gott es bestimmt hat (Psalm 101,6). In seinem Eifer für ein Königreich ohne das Böse verpflichtet sich David zuerst selbst dazu, frei vom Bösen zu sein (Psalm 101,2). Er nimmt sich vor, Gott allein zu lieben und anzubeten und niemals Götzen zu dienen (Psalm 101,1.3). Er nimmt sich außerdem vor, die königliche Familie nach Gottes Geboten zu führen. David wird jede Ungerechtigkeit unterbinden, die er unter denen entdeckt, die mit ihm regieren, und dafür sorgen, dass auch seine Nachkommen Gottes Geboten folgen (Psalm 101,7). Auch außerhalb seines eigenen Hauses verpflichtet sich David zu einer Null-Toleranz-Haltung gegenüber dem Bösen in jedem Winkel seines Herrschaftsgebietes. Er verspricht, dass nicht einmal Stolz oder heimlich geflüsterter Klatsch seinem Urteil entgehen wird (Psalm 101,5). David ist unbeugsam. Sein Königreich soll nichts mit dem Bösen zu tun haben und alles mit der Liebe zum Nächsten und der Gerechtigkeit gegenüber den Feinden Gottes (Psalm 101,4). David hofft, dass durch sein Handeln schon bald nur noch Bürger wie er in seinem Königreich leben: treu, bereit, Gottes Gebote zu befolgen, und voller Eifer, das Böse zu richten (Psalm 101,6.8). Und wenn dieser Feldzug gegen das Böse abgeschlossen ist, wird Gottes Volk endlich für immer in Gottes Liebe und Gerechtigkeit ruhen. 

Wo ist das Evangelium?

David brannte dafür, das Böse aus jedem Winkel seines Königreiches zu entfernen. Doch wirklicher Erfolg hätte bedeutet, jeden in Israel zu entfernen – auch ihn selbst. Niemand hält Gottes Gebote vollkommen. Davids Eifer für ein Königreich ohne das Böse hätte es völlig leer zurückgelassen. Aber Davids Nachkomme Jesus kam, um Gottes Reich der Liebe und Gerechtigkeit aufzurichten und es mit treuen Bürgern zu füllen.

Anders als David oder sein Volk hielt Jesus Gottes Gesetz vollkommen (1. Johannes 3,5). Sein Herz liebte Gott und diente ihm. Er trug keinen verborgenen Stolz in sich. Er flüsterte niemals Verleumdungen. Und als Jesus verkündete, dass Gottes Reich der Liebe und Gerechtigkeit nun endlich beginnt, bestrafte er die Gesetzesbrecher nicht; er wurde ihr Freund und aß mit ihnen. Statt ihrem Bösen wie ein Richter zu begegnen, begegnete er ihm, wie ein Arzt einer Krankheit begegnet (Lukas 5,29-32). Doch die Machthaber wollten sich Jesus’ Feldzug gegen das Böse auf diese Weise nicht anschließen. Stattdessen sahen sie in ihm eine Bedrohung. Sie zogen ihr ungerechtes Königreich vor, in dem sie ihre privilegierten Stellungen behalten konnten, indem sie die Armen ausbeuteten, Götzen dienten und alle töteten, die ihnen in den Weg kamen (Markus 11,15-18). So kostete Jesus’ Eifer für die Gerechtigkeit und seine Unnachgiebigkeit gegenüber dem Bösen ihn das Leben. Aber Jesus stand von den Toten auf und setzte sich im Himmel auf einen Thron. In seiner Auferstehung zerstörte Jesus das Böse und die Ungerechtigkeit, die ihn getötet hatten, er riss die Macht des Todes aus und zeigte, dass sein Reich der Liebe und Gerechtigkeit für immer Bestand haben wird (Kolosser 2,15). Eines der ersten Dekrete von Jesus als König war, seinen Geist zu allen zu senden, die in seinem Reich sein wollen (Apostelgeschichte 1,8). Durch seinen Geist werden das Böse und die Ungerechtigkeit, die in unseren Herzen wohnen, hinausgefegt. Und durch Gottes Geist werden wir zu Menschen der Liebe und Gerechtigkeit, die für immer in Gottes Reich leben werden (Galater 5,22-25). 

Überzeuge dich selbst

Ich bete, dass der Heilige Geist dir die Augen öffnet, damit du den Gott siehst, der das Böse aus seinem Königreich hinausfegen wird. Und mögest du Jesus als den erkennen, der uns von allem Bösen reinigt, damit wir für immer in seinem Königreich leben können. 

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