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Andacht

Psalm 65

Du krönst das Jahr mit Fülle

In Psalm 65 sehen wir: Jesus ist der Herr einer weltweiten Ernte der Erlösung.

Was passiert hier?

König David führt seine Gemeinschaft in einem Erntepsalm an. Er feiert Gottes Versorgung mit Feldfrüchten. Doch bevor das Lied überhaupt vom Einbringen des Getreides spricht, dankt David Gott dafür, dass er sein Volk gesammelt hat (Psalm 65,1-2). Obwohl ihre Sünden zahlreich waren, hat er sie ihnen vergeben (Psalm 65,3). Der Herr der Ernte ist auch der Erlöser seines Volkes (Psalm 65,5). David und seine Gemeinschaft feiern ihre eigene Ernte an Feldfrüchten in genau dem Moment, in dem sie sich daran freuen, Gottes geerntetes Volk zu sein (Psalm 65,3-4).

Das Lied geht weiter, indem Gottes Volk von seiner Macht erzählt, die in der Welt sichtbar wird. Die Berge stehen fest auf seinen Befehl, und die Meere und die Heere der Erde hören unter seiner Autorität auf, gewaltsam zu tosen (Psalm 65,6-7). Wo immer Menschen Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge erleben, brechen sie in Lobgesänge für Gott aus (Psalm 65,8). David singt davon, wie der Regen seinem Befehl gehorcht und ihre Wagen mit süßer Nahrung gefüllt hat (Psalm 65,9-10). Und das so überreich, dass selbst die Wüsten von Fruchtbarkeit überfließen, die geerntet werden muss (Psalm 65,11). Gott, der souveräne Herr der Ernte, bedeckt die Weiden mit Herden, kleidet die Täler in Getreide und die ganze Welt in Fülle (Psalm 65,12-13). Gott ist der weltweite Herr der Ernte, der Versorgung und des Überflusses. 

Wo ist das Evangelium?

Als Jesus von Ort zu Ort zog und lehrte, sah er Hunderte, wenn nicht Tausende von Menschen, die erschöpft und hilflos waren und jemanden brauchten, der für sie sorgt (Matthäus 9,36). Darum sagt Jesus seinen Jüngern, sie sollen den Herrn der Ernte bitten, Arbeiter auf dieses Feld zu senden (Matthäus 9,38). Er wollte diese Menschen einernten – heraus aus ihrer Sünde und hinein in seinen Überfluss (Johannes 12,32). 

Zu Davids Zeit wurde die Vergebung vergangener Sünden durch ein Schlachtopfer erlangt. Deshalb wurde Jesus selbst zum Schlachtopfer, um die Sünden aller Menschen zu vergeben und der Erlöser der Welt zu werden (Epheser 1,7). Jesus ist der Herr der weltweiten Ernte der Erlösung, auf die – wie David verstand – Israels Feldfrüchte hinwiesen!

Wie der Regen ist Jesus lebendiges Wasser, das jeden Winkel der Welt bewässert (Johannes 7,37). Wie Gott Blumen in der Wüste blühen lässt, so macht Jesus die Menschen der Berge, der Wüsten und der Weiden lebendig – durch seine Vergebung und seine Liebe. Wenn Jesus zurückkommt, wissen wir, dass er die ganze Welt einernten wird (Offenbarung 14,16). An jenem Tag wird die ganze Welt erneuert werden. Menschen aus allen Winkeln der Erde werden Jesus loben, den Herrn der Ernte und den Erlöser seines Volkes.

Sieh selbst

Ich bete, dass der Heilige Geist dir die Augen öffnet, damit du den Gott siehst, der eine internationale Ernte von Menschen einbringt, die sich an seiner Versorgung freuen sollen. Und mögest du Jesus als den Herrn der Ernte sehen und als den Erlöser, der alle Völker Gott nahebringt.

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