
4 Wege, den Ostersonntag NICHT zu feiern
Und wie du die Heilige Woche feiern kannst
Wenn du in Amerika aufgewachsen bist, hast du wahrscheinlich den Ostersonntag gefeiert. Zumindest lächelst du (oder verdrehst die Augen) über die riesigen Hasen im Supermarkt oder schenkst deinen Kindern minderwertige Schokolade, in Pastellfarben verpackt. Aber die Bedeutung von Ostern reicht tiefer als Hasen und Süßigkeiten. Ostern, auch Auferstehungssonntag genannt, ist eine alte Tradition, die den Tag feiert, an dem ein jüdischer Mann, der von sich behauptete, Gott zu sein, von den Toten auferstanden ist. Sein Name ist Jesus, und er ist die einzige Person der Menschheitsgeschichte, die von den Toten auferstanden ist, um nie wieder zu sterben. Vor diesem Hintergrund kommen hier vier Wege, Ostern in diesem Jahr NICHT zu feiern.
Hab keine Schuldgefühle
Religiöse Feiertage und Traditionen bringen oft eine Menge Schuldgefühle mit sich. Als Kinder hatten unsere Eltern bei besonderen Gottesdiensten in der Kirche vielleicht höhere Erwartungen an uns, und ihr Ärger darüber, dass wir ihnen nicht gerecht wurden, verfolgt uns bis heute. Als Erwachsener denkst du vielleicht, du müsstest mehr tun, um den Tag zu feiern, an dem dein Erlöser von den Toten auferstanden ist – und dann fühlst du dich schuldig, weil dir eigentlich nur einfällt, ein paar Ostereier für die Kinder zu verstecken und in die Kirche zu gehen. Oder vielleicht fühlst du dich schuldig, weil alle um dich herum sehr glücklich und überzeugt von dem wirken, was Jesus über sich sagt, du selbst aber nichts empfindest.
Aber Ostern ist kein Fest der Schuld. Es ist ein Fest, an dem Schuld weggenommen wird. Als Jesus am Kreuz starb, hat er denen vergeben, die ihn daran genagelt hatten. Er starb, um ihre Schuld zu tilgen. Und seine Auferstehung von den Toten bedeutet, dass er mächtig genug ist, auch deine Schuld wegzunehmen. Hab keine Schuldgefühle, weil du Ostern nicht so feierst, wie du meinst, es tun zu müssen. Ostern ist ein Fest für Menschen wie dich.
Mach es nicht an Traditionen fest
An Eiern, Hasen und Schokolade ist an sich nichts verkehrt. Aber es ist an sich auch nichts Gutes daran, am Ostersonntag in die Kirche zu gehen. Bei Ostern geht es nicht um Traditionen. Bei Ostern geht es um die Auferstehung von Jesus von den Toten. Es ist unmöglich, den größten Moment der Geschichte mit symbolischen Gesten zu feiern – selbst mit solchen, die fromm und gut wirken. An Ostern geht es darum, sich an eines der wichtigsten Ereignisse der Geschichte zu erinnern und es neu zu durchleben. Wenn wir das Leiden und das Schlachtopfer von Jesus auf Traditionen einmal im Jahr reduzieren, werden wir immer sowohl die Tragik als auch die Schönheit dieses Tages verpassen. Aber es gibt eine Lösung …
Mach es nicht an einem einzigen Tag fest
Für die meisten von uns ist Ostern eine Sache von einem einzigen Tag, an dem sich alle glücklich fühlen sollen. Doch seit 1.600 Jahren feiern Christen auf der ganzen Welt die Heilige Woche – nicht nur den Ostersonntag. Die Heilige Woche beginnt eine Woche vor Ostern am Palmsonntag. Und jeder Tag dieser Woche erinnert an die Ereignisse, die zum Tod von Jesus am Kreuz am Freitag führten. Und der Heilige Samstag hält inne, um daran zu erinnern, dass Jesus einen ganzen Tag lang tot im Grab lag, bevor er am Sonntag auferstand.
Das mag zunächst wie eine weitere Tradition wirken und wie noch mehr Gelegenheiten, sich schuldig zu fühlen, weil man der letzten Tage von Jesus auf der Erde nicht richtig gedenkt. Aber so muss es nicht sein. Die Heilige Woche bietet uns die Möglichkeit, uns bewusst nicht nur mit dem freudigen Höhepunkt der Auferstehung von Jesus zu beschäftigen, sondern auch mit den Tiefpunkten. Als Menschen brauchen wir Zeit, um große Ereignisse zu verarbeiten. Und wir brauchen Raum, um sowohl Freude als auch Trauer zu empfinden. Indem wir uns eine ganze Woche lang mit dem Leben von Jesus beschäftigen, können wir langsamer werden, nachdenklicher hinschauen und offener sein für die ganze Bandbreite menschlicher Gefühle. Das ist das Gegenteil von Tradition und Schuldgefühlen.
Geh es nicht ohne Hilfe an
Die letzte Woche im Leben von Jesus ist eine Geschichte, mit der man sich nur schwer auseinandersetzen kann. Nicht nur, dass ein unschuldiger Mann stirbt – es geschieht auch etwas Unmögliches: eine Auferstehung. Und wenn du je Matthäus, Markus, Lukas oder Johannes gelesen hast, weißt du, dass in den Tagen vor dem Tod von Jesus jede Menge passiert. Er reitet auf einem Esel nach Jerusalem hinein. Er stößt im Tempel Tische um. Eine Frau verschwendet ein Jahresgehalt, nur um kostbares Öl über die Füße von Jesus zu gießen. Und Jesus wird von einem seiner Jünger verraten. Die Ereignisse der Heiligen Woche sind überraschend vielschichtig und zugleich äußerst bedeutsam.
Und die beste erste Anlaufstelle für Hilfe ist deine Kirche vor Ort oder dein Pastor. Falls du das noch nicht getan hast: Wende dich an Kirchen und geistliche Leiter, denen du vertraust. Setz dich mit der Vielschichtigkeit und der Bedeutung der Heiligen Woche auseinander. Eine weitere gute Hilfe für die Heilige Woche sind Angebote wie diese acht kurzen Andachten und diese poetische Übersicht. Auch die Bibel-App kann helfen! Sie kann dich täglich daran erinnern, dich mit einem Leseplan wie diesem hier zu beschäftigen, der jeden Tag der Heiligen Woche durchgeht.
Die Heilige Woche und der Ostersonntag verkünden, dass Jesus gelitten hat und gestorben ist, aber von den Toten auferstanden ist, um unsere Schuld für immer zu tilgen. Es ist eine wunderschöne Geschichte voller erstaunlicher Einzelheiten, Personen und einer Auferstehung, die es nur einmal in der Geschichte gab. Wie auch immer du Ostern in diesem Jahr feierst – ich hoffe, dieser Artikel erinnert dich an die Frohe Botschaft, die dieses Fest garantiert.
