Was geschieht hier?
Psalm 97 feiert, dass der Gott Israels wirklicher und mächtiger ist als der Gott irgendeines anderen Volkes (Psalm 97,1). Die Götter der anderen Völker haben sich nie so gezeigt, wie Gott sich dem Volk Israel offenbart hat. Am Berg Sinai erschien Gott in einer ohrenbetäubenden Gewitterwolke, die den Gipfel in Dunkelheit hüllte, Blitze in alle Richtungen schleuderte und den Berg heftig erbeben ließ (2. Mose 19,16; Psalm 97,2-5). Kein Gott eines anderen Volkes kann Berge bewegen oder den Blitzen befehlen einzuschlagen – der Gott Israels aber kann es (Psalm 97,3-4). Nicht nur das: Jeder Stern am Nachthimmel ist von seiner Hand dorthin gesetzt. Nacht für Nacht liegt die Welt im Schein von Gottes einzigartiger Macht (Psalm 97,6). Die Götter und alle, die sie anbeten, werden vom Gott Israels beschämt, der wirklicher und mächtiger ist als jede sogenannte Gottheit (Psalm 97,7).
Angesichts von Gottes Macht über die falschen Götter der anderen Völker kann Gottes Volk sich also freuen. Gottes Schutz und Fürsorge für sein Volk können durch die Ungötter der Welt ringsum niemals zunichtegemacht werden (Psalm 97,8-10). Während Gottes Blitze seinen Feinden Schrecken einjagen, ist Gottes Licht eine sanfte Erinnerung an seine Gerechtigkeit und Unparteilichkeit gegenüber seinem Volk. Gottes Volk darf sich in Frieden darüber freuen, dass ihr sehr wirklicher und mächtiger Gott ihnen ein Leben voller Freude und Gerechtigkeit gesichert hat (Psalm 97,11-12).
Wo ist das Evangelium?
Israels wirklicher und mächtiger Gott hat sich seinem Volk im Lauf seiner Geschichte viele Male offenbart. Doch am eindrücklichsten hat Gott seine Existenz und Macht gezeigt, als er selbst Mensch wurde – ein Mensch mit Namen Jesus (Hebräer 1,1-3; Johannes 1,14). Durch viele Wunder zeigte er seine Macht über Stürme, Krankheiten und geistliche Mächte (Markus 4,37-39; 5,25-29; 9,25-27). So wie Gott es am Sinai tat, zeigte Jesus seine göttliche Macht auf einem Berg. Sein Gesicht strahlte wie ein Blitz, und ein Sturm hüllte ihn ein (Matthäus 17,1-2; Lukas 9,29). Doch Jesu unglaublichster Machterweis geschah drei Tage nach seinem Tod (Markus 10,33-34). Jesus stand von den Toten auf und beschämte damit alle anderen Gottheiten und Götzen (Kolosser 2,15). Jesus ist Gott der Toten und der Lebenden. Er verbürgt Auferstehungsleben für alle, die ihre Götzen verlassen, um ihn anzubeten (Johannes 10,10). Jesus ist mächtiger und wirklicher als jeder andere Gott – darum sollten wir seine Auferstehung feiern und ihn anbeten.
Jesus verdient Anbetung nicht nur von den Israeliten, sondern von der ganzen Welt. Alle Völker sind eingeladen, ihre Götzen aufzugeben und anzuerkennen, dass Gott sich in Jesus offenbart hat. Wer sich von seinen Götzen abwendet und zu Jesus kommt, wird für immer in sein ewiges Reich der Freude und Gerechtigkeit aufgenommen (1. Thessalonicher 1,9-10).
Sieh es selbst
Ich bete, dass der Heilige Geist dir die Augen öffnet, damit du den Gott siehst, der jedem sogenannten Gott weit überlegen ist. Und mögest du Jesus als den erkennen, der über alle geringeren Mächte gesiegt hat und deine Anbetung verdient.

