Was geschieht hier?
Gott hat David gerade zugesagt, dass er bei ihm sein wird, während er alle Feinde Israels unterwirft, und dass er Israel Frieden vor allen Unterdrückern schenken wird (1. Chronik 17,8-12). Und nun löst Gott seine Versprechen ein. David gewinnt mehrere entscheidende Schlachten gegen Israels älteste Feinde: gegen das Philisterland, Moab, Aram und Edom (1. Chronik 18,1-8). Bei jedem dieser Siege erbeutet David enorme Mengen an Tribut und Beute. Alles davon stiftet David für den Bau des tempels (1. Chronik 18,6-13). Als sich die Nachricht von Davids Eroberungen verbreitet, beginnen Könige, David ihre Treue zu schwören, ohne überhaupt gegen ihn in den Krieg gezogen zu sein (1. Chronik 18,9-10). Mit Gott an seiner Seite schenkt David seinem Volk Frieden, verschafft ihm Gerechtigkeit und setzt mehrere hohe Amtsträger ein, die mit ihm regieren (1. Chronik 18,14-17).
Selbst als David von einem scheinbar geistlichen Bösen überfallen wird, hält Gott sein Versprechen des Sieges. Ein alter Verbündeter mit dem unheilvollen Namen „Schlange“ stirbt. Aus Mitgefühl schickt David eine Karawane mit Geschenken zu dem trauernden Volk, aber der Sohn der Schlange missdeutet das und beschuldigt David der Spionage (1. Chronik 19,1-4). Zur Vergeltung demütigt er Davids Gesandte und verbündet sich dann mit dem Volk von Aram, um David auszulöschen (1. Chronik 19,6-7). Da David keine andere Möglichkeit bleibt, schickt er seine Heerführer Joab und Abishai, um ihnen in der Schlacht entgegenzutreten. Sie werden sofort umzingelt. Doch mit Gottes Hilfe zerschlägt Israel das Bündnis seiner Feinde und drängt die Truppen der Koalition zurück (1. Chronik 19,8-19). Im nächsten Frühjahr besiegt David die restlichen Streitkräfte des Sohnes der Schlange, setzt sich seine Krone auf den eigenen Kopf und kehrt siegreich nach Jerusalem zurück (1. Chronik 20,1-3).
Gott hält sein Versprechen von Sieg und Frieden auch, als David gegen die Philister kämpft. In der ganzen Heiligen Schrift waren die Philister ein Prüfstein dafür, ob Israels Könige würdig waren. Gegen den Philister Goliath bewies David, dass er der von Gott erwählte König war (1. Samuel 16–17). Und die Philister machten auch deutlich, dass Israels erster König, Saul, unwürdig war (1. Chronik 10,1-14). Doch Gott ist mit David, und er erringt den Sieg über diese Feinde; einer von Davids Soldaten besiegt sogar Goliaths Bruder im Kampf (1. Chronik 20,4-8). Getreu seinem Versprechen ist Gott mit David, und er unterwirft alle Feinde Israels.
Wo ist das Evangelium?
Schon damals im Garten Eden versprach Gott Eva, dass einer ihrer Söhne die Schlange zertreten würde. Und diese Siegesgeschichten in der Chronik zeigen uns David, den Sohn Evas, wie er den Sohn eines Mannes namens Schlange zertritt. Dieser Sieg ist symbolisch. Gott löst nicht nur die Versprechen ein, die er David gegeben hat – er beginnt, seine ältesten Zusagen an die ganze Menschheit zu erfüllen. Davids Sieg gibt ein Muster vor. Bald wird ein anderer Sohn Evas als der letzte König der Welt den Thron besteigen, und er wird die Schlange zertreten – nicht symbolisch, sondern vollständig und endgültig.
Dieser König ist Davids Sohn Jesus. Genau wie Gott es seinem Vorfahren David versprochen hatte, kam Jesus, um all unsere Feinde zu unterwerfen und die Unterdrückten zu befreien (Matthäus 3,2; Johannes 18,36; Lukas 4,18-19). Wie sein Vater ist Jesus in die Schlacht gegen unsere ältesten Feinde gezogen – gegen die Feinde Satan, Sünde und Tod – und hat sie alle besiegt; nicht indem er einen Krieg auf einem Schlachtfeld gewann, sondern indem er starb und von den Toten auferstand (Kolosser 2,15; 1. Korinther 15,26). Es gibt keine Regierung, keine Strafe und keine geistliche Macht, die König Jesus schaden oder seine Bürger letztlich töten könnte. Jesus, Davids Sohn, erfüllt alle Versprechen Gottes, unsere Feinde zu besiegen und uns für immer Frieden vor unseren Unterdrückern zu schenken.
Sieh selbst
Ich bete, dass der Heilige Geist dir die Augen öffnet, damit du den Gott siehst, der Sieg verspricht. Und mögest du Jesus als den ewigen Sieger über unsere mächtigsten Feinde sehen – über Tod, Sünde und die Schlange.

