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Andacht

2. Chronik 13

Für die Einigkeit kämpfen

In 2. Chronik 13 sehen wir, dass Jesus rebellische Herzen von ihrer götzendienerischen Selbstherrschaft abwendet und die Gesetze von Gottes Königreich fest in unsere Herzen schreibt.

Was geschieht hier?

Gottes Volk befindet sich mitten in einem Bürgerkrieg, der Gottes Zusage, ein vereintes Israel für immer regieren zu lassen, unmittelbar bedroht. Zehn der zwölf Stämme Israels haben Davids Dynastie und Gottes Tempel in Jerusalem verworfen. Sie haben einen Aufrührer, Jerobeam, als ihren König eingesetzt und in der Stadt Bethel einen konkurrierenden Tempel voller goldener Kälber gebaut (2. Chronik 11,15). Die übrigen Stämme, die David und dem Tempel Gottes treu bleiben, werden von Davids Urenkel Abija angeführt, der fest entschlossen ist, Gottes Volk wieder zu vereinen. Auf das Schlimmste vorbereitet, ruft er 400.000 Soldaten zusammen, um gegen Jerobeams Heer von 800.000 Mann zu kämpfen (2. Chronik 13,1-3). 

An der Front fordert Abija Jerobeam und die abtrünnigen Stämme Israels auf, ihre Rebellion zu überdenken. Durch göttliches Dekret hat Gott zugesagt, dass Davids Dynastie für immer bestehen wird (2. Chronik 13,4-5). Gottes Volk soll sich unter seinem Namen vereinen und für immer herrschen. Jerobeams Bürgerkrieg ist unklug und kurzsichtig zugleich (2. Chronik 13,6-7). Gott steht auf Abijas Seite. Die nördlichen Stämme haben Gott, seinen König, seine Priesterschaft und seinen Tempel verlassen, weil sie ihrer eigenen Selbstherrschaft und ihren goldenen Kälbern nachjagen (2. Chronik 13,8-9). Abija warnt: Wenn Jerobeam diesen Feldzug fortsetzt, kämpft er nicht nur gegen Israels Heer, sondern gegen Gott selbst (2. Chronik 13,10-12). Sie tauschen ein ewiges Königreich gegen eine unausweichliche Niederlage ein. 

Doch während Abija noch redet, umzingelt Jerobeam Abijas Truppen und legt einen Hinterhalt (2. Chronik 13,13). Abija betet sofort um Gottes Hilfe, während die Priester, die er mitgebracht hat, ihre heiligen Trompeten blasen und das Heer zum Kampf aufrufen (2. Chronik 13,14). Und kaum hat die Schlacht begonnen, verliert Jerobeam 500.000 seiner Soldaten und muss sich zurückziehen (2. Chronik 13,15-17). Abija erobert drei strategisch wichtige Städte zurück, darunter Bethel, die Heimat von Jerobeams besiegten Göttern (2. Chronik 13,19). Genau wie Abija gewarnt hatte, war Gott mit ihm und seinem Volk. Er vertraute darauf, dass Gott sie retten würde – und Gott tat es (2. Chronik 13,18). 

Wo ist das Evangelium?

Wenn Gottes Könige Gott anbeten und seine Führung suchen, blühen ihre Königreiche auf. Abija vertraute Gott, deshalb wurde er aus dem Hinterhalt gerettet. Abija hielt am Tempel Israels fest, und seine Familie wuchs. Dieser Gedanke wird im ganzen Buch der Chronik immer wieder betont. Solange Gottes Könige Gott und seinem Tempel treu bleiben, haben sie Erfolg. Abija ist ein Vorbild, dem künftige Könige nacheifern sollen. Er ist die Art von König, dem sich Gottes Volk unterordnen und dem es vertrauen soll.

Leider lernt Gottes Volk in Juda diese Lektion nicht. Bald wird es den Verrat Israels nachahmen und das ewige Königreich, das dem Sohn Davids verheißen wurde, gegen Götzen und eine unausweichliche Niederlage eintauschen. Uns geht es nicht anders. Lieber üben wir Selbstherrschaft aus, beten die Wünsche unseres Herzens an und weisen Gottes Königsherrschaft über unser Leben zurück, als dass wir uns Gottes erwähltem König und seinem Königreich unterordnen. Damit unsere rebellischen Herzen umkehren, brauchen wir einen treuen Sohn Davids, der uns von der Rebellion abbringt und uns in Gottes ewiges Königreich zurückführt (Matthäus 3,2). 

Darum hat Gott uns seinen Sohn Jesus gesandt. Jesus lebte ein Leben, das völlig mit Gottes Geboten übereinstimmte, und gab sogar sein Leben hin, damit Gottes Tempel für immer bestehen würde (Johannes 2,19-20). Dann erweckte Gott ihn von den Toten und setzte ihn auf den ewigen Thron, den er seinem Vorfahren David verheißen hatte. Aus dieser Stellung völliger Souveränität und Vollmacht über Leben und Tod bietet Jesus seinem Volk das ewige Königreich an, zu dessen Annahme Abija das rebellische Israel aufgefordert hatte. Doch besser als Abija wendet Jesus rebellische Herzen von ihrer götzendienerischen Selbstherrschaft ab und schreibt stattdessen die Gesetze von Gottes Königreich fest in unsere Herzen (2. Korinther 3,3). Er verwandelt uns, damit wir im Einklang mit Gottes Geboten leben und sein ewiges Königreich für immer genießen können.

Sieh selbst

Ich bete, dass der Heilige Geist dir die Augen öffnet, damit du den Gott siehst, der uns einen treuen König gegeben hat. Und mögest du Jesus als den sehen, der dich eingeladen hat, für immer in seinem ewigen Königreich zu leben.

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