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Andacht

Zefanja 3,9-20

Er wird unsere Ängste zur Ruhe bringen

In Zefanja 3,9-20 sehen wir ein Bild davon, was am Pfingsttag geschehen wird, als Jesus seinen Geist auf eine Gruppe demütiger Jünger in Jerusalem sandte.

Was geschieht hier?

Zefanja sagt voraus, dass Gott die Welt schon bald mit Feuer reinigen wird (Zefanja 3,8). Und anstelle des Bösen und des Stolzes wird eine heilige und demütige Minderheit Gottes Liebe und Geborgenheit erfahren (Zefanja 3,17). 

Vor allem wird Gott die Sprache der Welt reinigen (Zefanja 3,9). Nach dem Feuer werden die Menschen nicht länger überheblich reden wie die stolzen Völker um sie herum. Sondern in Ehrfurcht und Demut werden sie Gott ehren und ihm als ein vereintes Volk dienen (Zefanja 3,8). Alle, die Gott einst über die Erde verstreut hat, werden zurückkehren und ihn mit ihren Worten und ihrer Sprache anbeten (Zefanja 3,10).

Nachdem die Überheblichen beseitigt sind, wird Jerusalem als neue Stadt für die demütige Minderheit der Welt dienen und nie wieder erobert werden (Zefanja 3,11-12). Alle, die innerhalb der Mauern dieses neuen Jerusalems leben, werden Gott ehren, denn ihre Zungen werden von Lüge gereinigt und mit Wahrheit erfüllt sein (Zefanja 3,13a). Niemals mehr wird Jerusalem Gericht oder Feuer fürchten müssen, denn jede überhebliche Macht ist entweder zurückgewiesen oder in einen ebenso demütigen Freund verwandelt worden (Zefanja 3,14-15).

Nach dem Feuer wird Gott seinem Volk nahe kommen, um es zu trösten. In Freude wird er über die Demütigen singen, und in Liebe wird er die Verängstigten zur Ruhe bringen (Zefanja 3,17). Gottes Lied verheißt ein Ende von Stolz und Überheblichkeit (Zefanja 3,18). Gott singt von Erneuerung für die Gelähmten und von Ehre für die Verachteten und Ausgestoßenen (Zefanja 3,19). Und schließlich verspricht Gott, sein heiliges und demütiges Volk öffentlich in einer neuen Heimat zu sammeln, wo niemand leugnen kann, was Gott für sie getan hat (Zefanja 3,20).

Wo ist das Evangelium?

Früh in der Geschichte der Welt waren die Völker der Erde in einer Sprache vereint (1. Mose 11,1). Doch die Menschen nutzten ihre gemeinsame Sprache, um sich Gott und seinem Plan zu widersetzen, sein Volk und seine Verheißungen über die ganze Erde auszubreiten (1. Mose 11,4). In berechtigtem Zorn vervielfachte Gott ihre Sprachen und verhinderte, dass sich die Menschheit unter einer gemeinsamen Sprache menschlichen Stolzes vereinte (1. Mose 11,6-7.9). Leider entwickelte jedes Land und jedes Volk neue Sprachen und neue Wege, sich Gott zu widersetzen und die Demütigen zu unterdrücken. Doch Zefanja sagt voraus, dass die Demütigen endlich sicher sein werden, nachdem ein weiterer Tag des Feuers herabkommt, um das stolze Reden der Erde zunichte zu machen. 

Dieser Tag des Feuers kam 50 Tage nach dem Tod Jesu – der Pfingsttag (Apostelgeschichte 2,3). Wie Zefanja es vorausgesagt hatte, war eine verstreute Minderheit aus aller Welt in Jerusalem versammelt (Apostelgeschichte 2,5). Gott erschien nicht in einem eifernden Feuer, um stolzes Reden zu vernichten, sondern als Zungen aus Feuer, die die Frohe Botschaft in Sprachen verkündeten, die alle verstanden (Apostelgeschichte 2,3-4.6). Von Lüge gereinigt und mit Wahrheit erfüllt, verkündete Gottes neue heilige und demütige Minderheit die Frohe Botschaft, dass Jesus von den Toten auferstanden ist (Apostelgeschichte 2,22-24). In Freude und in Liebe brachte Gottes Feuerzunge die Demütigen in Jerusalem mit Liedern von Frieden und Sieg zur Ruhe. 

Wir brauchen diesen Trost noch immer – und darum ist es eine Frohe Botschaft, dass Zefanja vorausgesagt hat, Gott werde nahe kommen, um sein demütiges Volk zu trösten. Einer der Namen Jesu ist Immanuel, das heißt: Gott mit uns (Matthäus 1,23). Und wie die Zungen aus Feuer bewiesen haben, ist Jesus nicht nur bei uns, sondern in uns. Wir sind mit seinem Heiligen Geist erfüllt. Der Apostel Johannes nennt ihn den Tröster, dessen Aufgabe es ist, uns Frieden zu geben (Johannes 14,26-27). Wenn du also bereit bist, dich zu demütigen, wenn du bereit bist zuzugeben, dass dein Stolz oder deine Macht nicht erreichen kann, was du ersehnst, wenn du bereit bist zuzugeben, dass Jesus von den Toten auferstanden ist, dann wird Gott dir diese Wahrheit zusingen: Du bist jetzt Bürger eines ewigen Reiches, in dem es keine Überheblichkeit, keine Feinde und keinen Tod mehr gibt.

Überzeuge dich selbst

Ich bete, dass der Heilige Geist dir die Augen öffnet, damit du den Gott siehst, der durch Feuer spricht. Und mögest du Jesus als den Tröster sehen, der deine Seele mit Liedern seiner Liebe zur Ruhe bringt. 

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