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Andacht

2. Chronik 17-19,3

Gefährliche Bündnisse

In 2. Chronik 17–19,3 sehen wir, dass Jesus Gottes Volk um den Preis seines eigenen Lebens vereint – und nicht durch Bündnisse, die die Hingabe seines Volkes an Gott untergraben würden.

Was geschieht hier?

Gott hatte versprochen, dass ein vereintes Israel für die ganze Welt zum Segen werden würde – doch Gottes Volk ist durch einen Bürgerkrieg gespalten. Israel im Norden hat sich gegen Gottes Gesetz und gegen Gottes König aufgelehnt, während Juda im Süden Gottes Worten treu bleibt. Der nächste König von Juda, Joschafat, besteigt den Thron und beginnt einen Feldzug gegen die Abgötterei Israels in Juda. Er hört auf Gottes Gesetze und beseitigt viele der Götzenopferstätten in Juda. Daraufhin belohnt Gott ihn mit einer Zeit des Friedens und der nationalen Sicherheit (2. Chronik 17,1-6). In dieser Zeit schickt Joschafat Priester und Prediger durch das ganze Land, um Juda Gottes Gebote zu lehren (2. Chronik 17,7-9). Während Gottes Volk immer weniger Israel gleicht, beginnen die Nachbarvölker, Joschafat Frieden zuzusagen, und überschütten Juda mit Geschenken und Tributzahlungen (2. Chronik 17,10-11). Unter Joschafats Führung ist Juda stärker und treuer als je zuvor (2. Chronik 17,12-19). 

Doch in einem fehlgeleiteten Versuch, die gespaltenen Stämme des Gottesvolkes wieder zu vereinen, arrangiert Joschafat eine Ehe zwischen seinem Sohn und der Tochter Ahabs, des bösen und götzendienerischen Königs von Israel (2. Chronik 18,1). Diese Verbindung wird Juda am Ende zerstören. Kurz nach der Hochzeit bittet Ahab Juda um militärische Unterstützung, und Joschafat ist zur Hilfe bereit – vorausgesetzt, sie fragen zuerst nach Gottes Weisung (2. Chronik 18,2-4). Ahab kommt dem nach und versammelt 400 eigene Propheten, um herauszufinden, was zu tun ist. Und alle 400 Propheten geben die gleiche Antwort: „Gott wird es in die Hand des Königs geben“ (2. Chronik 18,5). Unheilvoll ist dabei: Die Propheten sagen nicht, welchen Königen was gegeben wird. Joschafat gibt sich damit nicht zufrieden und verlangt, dass ein Prophet Gottes herbeigerufen wird. Widerwillig lässt Ahab Micha holen, einen bekannten Kritiker von Ahabs Regierung (2. Chronik 18,6-8). Auf die Frage, ob sie in den Krieg ziehen sollen, sagt Micha: Wenn sie es tun, werden ihre Truppen zerstreut werden wie Schafe, die keinen Hirten haben (2. Chronik 18,14-16). Er erklärt den Zuhörern, dass die doppeldeutige Prophetie, die sie gerade gehört haben, eine Falle für König Ahab war – er wird in die Hand seines Feindes gegeben werden (2. Chronik 18,17-22). Joschafat spielt Michas Warnung herunter und zieht dennoch in die Schlacht, um das Bündnis zu bewahren (2. Chronik 18,23-27).

In der Hoffnung, dass Michas Prophetie sich nicht erfüllt, geht Ahab verkleidet in den Kampf (2. Chronik 18,28-29). Es funktioniert – aber nur kurz. Eine Gruppe von Streitwagenkämpfern, die nach Ahab suchen, umringt stattdessen Joschafat. Doch im letzten Augenblick schreit Joschafat zu Gott, und Gott rettet ihn. Die Streitwagenkämpfer erkennen, dass sie den falschen Mann verfolgen, und lassen von ihm ab. Zur gleichen Zeit durchbohrt ein zufällig abgeschossener Pfeil Ahabs Rüstung, und er stirbt – genau wie Micha es vorausgesagt hatte (2. Chronik 18,30-34). Nach der Schlacht weist ein anderer Prophet Joschafat zurecht, weil er geglaubt hatte, er könne Gottes gespaltenes Volk durch ein Bündnis mit Israel wieder vereinen. Gottes Volk kann sich nicht mit einem Königreich verbünden, das Gott nicht gehorcht (2. Chronik 19,1-3). Joschafats Politik des Kompromisses ist zum Scheitern verurteilt. Wenn er diesen Weg weitergeht, wird Juda fallen – genau wie Ahab.

Wo ist das Evangelium?

Insgesamt war Joschafat ein guter König. Selbst sein Wunsch, Gottes Volk wieder zu vereinen, war weitgehend richtig. Die Bibel verheißt, dass ein Königreich, vereint unter der Herrschaft des Sohnes Davids, die ganze Welt segnen wird (1. Chronik 17,10-36; 1. Mose 12,1-4). Doch Joschafat wollte diese Verheißung durch ein Bündnis mit einem Volk erreichen, das Gottes Gebote verwarf. Joschafats Fehler wird Israel über Jahrzehnte hinweg verfolgen, und am Ende wird der letzte freie König von Juda mit einem Pfeil in der Brust sterben – genau wie Ahab (2. Chronik 35,23-24). Joschafats Bündnis, so gut gemeint es auch war, führte Juda ins Verderben.

Zum Glück ist Jesus ein besserer König als Joschafat – einer, der Gottes gespaltenes Volk wirklich vereint. Wie Joschafat im Fall Ahabs wurde auch Jesus mit einem Bündnis versucht, nämlich mit Satan (Lukas 4,5-7). Doch Jesus hat bei seiner Hingabe an Gott niemals Kompromisse gemacht (Lukas 4,1-13). Während Joschafat eine Einigkeit wählte, die sein Volk ins Verderben führte, vereinte Jesus Gottes Volk um den Preis seines eigenen Lebens. Dann stand er von den Toten auf, um ein ewiges Reich anbrechen zu lassen, das die Bedrohungen durch Satan, durch korrupte Machthaber und selbst durch unser eigenes Handeln überwinden wird. König Jesus vereint jetzt Menschen aus aller Welt, die sich seiner Herrschaft und seiner ewigen Hingabe an Gott anschließen.

Sieh selbst

Ich bete, dass der Heilige Geist dir die Augen öffnet, damit du den Gott siehst, der sein Volk vereint. Und mögest du Jesus als den erkennen, der Gott treu geblieben ist, was es ihn auch kostete – damit wir für immer zu seinem Reich gehören.

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