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Andacht

2. Timotheus 4

Kämpfe den guten Kampf

In 2. Timotheus 4 sehen wir: Jesus kommt wieder. Und wir sehen, dass die Wiederkunft von Jesus nichts ist, was man fürchten muss, sondern worauf man hoffen darf.

Was passiert hier?

Paulus steht kurz vor seinem Tod (2. Timotheus 4,6). Doch er weiß, dass Gott ihn für ein Leben treuer Arbeit belohnen wird (2. Timotheus 4,8). Während Paulus seinen Lauf beendet, ermutigt er Timotheus, den Staffelstab zu übernehmen und den Dienst weiterzuführen, den er begonnen hat – in der Hoffnung, dass auch Timotheus seinen Lohn empfängt.

Feierlich ruft er Gott und Jesus als seine Zeugen an, während er Timotheus auffordert, seinen Lauf fortzusetzen (2. Timotheus 4,1a). Für Paulus steht fest: Gott kommt, um zu richten, und das Reich von Jesus kommt bald (2. Timotheus 4,1b). Das baldige Kommen Gottes soll Timotheus dazu ermutigen, den Auftrag des Paulus ohne Zögern anzunehmen.

Doch falsche Lehrer in Ephesus bestreiten, dass Jesus überhaupt zum Gericht kommen wird (2. Timotheus 2,18). Und selbstzufriedene Nachfolger von Jesus, die nach Wegen suchen, ihre unmoralischen Begierden zu rechtfertigen, fühlen sich von diesem bequemen Märchen angezogen (2. Timotheus 4,3-4). Timotheus muss sofort bereitstehen, um diese falsche Lehre zu korrigieren – trotz des Leidens, von dem Paulus weiß, dass es damit verbunden ist (2. Timotheus 4,2.5).

Tatsächlich soll genau die Lehre, die diese falschen Lehrer bestreiten, Timotheus dazu motivieren, diese Berufung anzunehmen. Jesus kommt! Paulus weiß, dass sein Lauf zu Ende geht und dass er ihn gut gelaufen ist (2. Timotheus 4,7). Und er weiß auch: Wenn Jesus zum Gericht kommt, wird Paulus einen Lohn empfangen (2. Timotheus 4,8a). Paulus vergleicht diesen Lohn mit dem Siegeskranz, den der Gewinner eines Wettlaufs bekommt. Doch anders als bei dem einen Kranz, um den Sportler kämpfen, verleiht Gott Siegeskränze allen, die geduldig auf das Kommen von Jesus warten (2. Timotheus 4,8). Falsche Lehrer müssen Gottes kommendes Gericht nicht leugnen. Stattdessen dürfen sie sich wie Timotheus auf die Verheißung freuen, für ein Leben in Gläubigkeit belohnt zu werden.

Nichts davon macht diese Botschaft weniger kostspielig. Paulus ist allein. Seine Mitarbeiter und Freunde haben entweder den Dienst aufgegeben oder sind gerade unterwegs im Einsatz (2. Timotheus 4,10b.12). Alexander, ein früherer Weggefährte von Paulus, trachtet aktiv danach, Paulus und Timotheus zu schaden (2. Timotheus 4,14-15). Und während Paulus wegen seiner Predigt über Jesus vor Gericht steht, hat er niemanden, der ihn unterstützt (2. Timotheus 4,16). Doch Paulus weiß auch: Gott ist in seinem Leiden bei ihm. Wie der Prophet Daniel aus dem Maul der Löwen gerettet und dann von König Darius für seine Gläubigkeit belohnt wurde (Daniel 6,23.28), so weiß Paulus, dass Gott ihn aus dem Rachen Roms in ein himmlisches Reich und zu seinem ewigen Lohn befreien wird (2. Timotheus 4,17-18).

Wo ist das Evangelium?

Bei seinem ersten Kommen lebte Jesus ein hartes Leben, wurde von seinen Freunden verlassen und starb für uns einen qualvollen Tod (Jesaja 53,3). Doch die Gläubigkeit von Jesus gegenüber Gott wurde mit dem Leben aus dem Tod belohnt (Apostelgeschichte 2,24). Und nun trägt Jesus einen Siegeskranz und richtet die Welt als Gottes universaler Herrscher (Epheser 1,21). Aber die Autorität von Jesus als Richter muss man nicht fürchten oder leugnen – denn jeder, der sich auf die Wiederkunft von Jesus freut, wird belohnt werden!

Jeder, der in der Hoffnung auf den Trost von Jesus leidet, wird ihn empfangen. Jeder, der in der Hoffnung auf Gottes Anerkennung arbeitet, wird sie bekommen (Matthäus 25,23). Und jeder, der in der Hoffnung auf das leere Grab von Jesus stirbt, wird auferstehen (Johannes 11,25). Jesus kommt wieder. Nimm deshalb wie Timotheus die letzten geschriebenen Worte des Paulus ernst. Auch du bist ein Nachfolger von Paulus. Auch dir ist ein Lauf gegeben, den du laufen sollst, und ein Dienst, den du erfüllen sollst. Gläubigkeit wird dich etwas kosten – aber der Herr krönt alle, die in Hoffnung durchhalten, bis er wiederkommt.

Sieh selbst

Möge der Heilige Geist dir die Augen öffnen, damit du den Gott siehst, der wiederkommt. Und mögest du Jesus als den sehen, der uns zeigt, dass es für alle, die ihn lieben und auf seine Wiederkunft hoffen, immer einen Siegeskranz und Lohn gibt.

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