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Andacht

Hosea 11-14

Tod, wo ist dein Stachel?

In Hosea 11-14 sehen wir, dass Jesus den Stachel des Todes auf den Kopf gestellt hat.

Was passiert hier?

In seinen letzten Prophetenworten vergleicht Hosea den Exodus Israels aus Ägypten mit der Lage, in der das Volk gerade steckt. Hosea erinnert Israel daran, dass es Gottes große Liebe war, die ihn dazu bewegte, es aus Ägypten zu retten (Hosea 11,1). Wie ein liebender Ehemann nahm Gott Israel in seine Arme und führte es mit Güte und Zuneigung (Hosea 11,4). Doch je mehr er sein Volk liebte, desto weiter entfernte es sich von ihm (Hosea 11,2).

Wie Israel in der Wüste baute Israel auch zu Hoseas Zeit Götzenbilder und goldene Kälber. Doch Hosea sagt, dass Israel seinen Götzen nicht nur Tiere geopfert hat, sondern die eigenen Kinder (Hosea 13,2). Und so, wie Israel wegen seines Ungehorsams 40 Jahre lang in der Wüste umherirren musste, so wird Gott es wegen seiner Auflehnung im assyrischen Exil umherirren lassen (Hosea 11,5). Beim Exodus trafen die Plagen die Feinde Israels und bahnten dem Volk den Weg für seine Flucht. Doch dieses Mal werden die Plagen Gottes Volk aus seiner Heimat treiben und sich gegen Israel selbst richten.

Gott hat genug davon (Hosea 13,11). Er verbannt alles Mitleid aus seinen Augen und ruft den Tod, die Plagen und das Totenreich auf, ihr Schlimmstes zu tun: „Tod, wo sind deine Plagen? Totenreich, wo ist dein Verderben?“ (Hosea 13,14). Aber Gott wird Israel nicht endgültig auslöschen (Hosea 11,9). Schon der Gedanke daran lässt Gottes eigenes Herz in ihm zurückschrecken (Hosea 11,8). Darum wird Gott nach dem Exil die Übriggebliebenen zur Umkehr rufen (Hosea 11,10). Hosea beschließt sein Buch, indem er Israel eindringlich bittet, Buße zu tun und zum Herrn umzukehren (Hosea 14,2). Sie sollen Gott um Vergebung bitten und ihm allein für ihre Erlösung vertrauen (Hosea 14,3).

Wo ist das Evangelium?

In seinem Bericht über Jesus zeigt Matthäus, dass auch Jesus die Geschichte des Exodus noch einmal durchlebt. Er zitiert sogar den heutigen Abschnitt aus Hosea, um das deutlich zu machen (Matthäus 2,15). Aber anstatt ungehorsam zu sein und Götzen zu bauen, gehorchte Jesus Gott vollkommen, als er aus Ägypten kam. Jesus ist das Volk Israel, wie es hätte sein sollen – der Sohn Gottes, an dem sein Vater Freude hat (Matthäus 3,17). Doch als die Plagen kamen, trafen sie nicht Gottes Feinde und auch nicht Gottes Volk. Sie trafen Gott selbst. Jesus trug die Plagen unserer Strafe am Kreuz.

Der erschreckende Fluch, den Gott zu Hosea spricht, wird auf den Kopf gestellt. Der Apostel Paulus zitiert Hosea und sagt, dass der Tod, die Plagen und das Totenreich keine Macht über die haben, die auf Jesus vertrauen. Er schreibt: „Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?“ (1. Korinther 15,55). Was einmal ein Fluch gegen uns war, ist jetzt ein Spottwort gegen das Totenreich selbst. In Jesus ist „der Tod verschlungen vom Sieg“ (1. Korinther 15,54). Nun sind wir, die Buße tun und allein Jesus vertrauen, vor unserem kommenden Tod gerettet.

Überzeuge dich selbst

Ich bete, dass der Heilige Geist dir die Augen öffnet, damit du den Gott erkennst, der nicht zulässt, dass unsere Strafe das letzte Wort hat. Und mögest du Jesus als den sehen, der unsere Strafe getragen hat und der das Leben zu seinem letzten Wort über uns macht.

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