Was geschieht hier?
Jesus und seine Jünger sind mit dem Boot unterwegs, als ein Sturm aufkommt. Voller Angst finden die Jünger Jesus schlafend unter Deck und wecken ihn. Jesus steht auf und weist den Sturm genauso zurecht, wie er die Dämonen zurechtgewiesen hat. Voller Ehrfurcht fragen Jesus’ Jünger: „Wer ist dieser Mann, dass ihm sogar Wind und Wellen gehorchen?“ (Markus 4,41).
Als sie an Land gehen, begegnen Jesus und seine Jünger einer anderen Art von Sturm – einem Mann, der von fast 2000 Dämonen besessen ist. Keine Person und keine Kette konnte ihn bändigen (Markus 5,4). Doch wie alle anderen Dämonen in dieser Geschichte bisher beugen auch sie sich vor Jesus (Markus 5,6). Was keine Kette und kein Mensch bändigen konnte, bezwingt Jesus mit sieben Worten.
Zurück auf der anderen Seite des Sees begegnet Jesus zwei gegensätzlichen Menschen: Jairus, einem Vorsteher der örtlichen Synagoge (Markus 5,22), und einer namenlosen, unreinen und von Scham erfüllten Frau (Markus 5,25).
Wir würden vielleicht erwarten, dass Jesus mit diesen beiden Menschen unterschiedlich umgeht, aber beiden wird gesagt, dass nur eines zählt – ihr Glaube. Als Antwort auf den Glauben der Frau und den Glauben des Jairus erhört Jesus ihre Gebete.
Wo ist das Evangelium?
Das ist nicht die erste Geschichte in der Bibel, in der eine Mannschaft in Panik unter Deck geht und dort einen Mann Gottes schlafend findet. Markus möchte, dass wir an Jona denken – einen Mann, der sich ins Meer warf, damit der Sturm aufhörte (Jona 1,15). Jona bot sein Leben als Schlachtopfer dar, doch Jesus stillt den Sturm mit einem einzigen Wort. Jesus ist größer als Jona. Und so wie Jona sein Leben opferte, damit ein Sturm aufhörte, so wird Jesus sein Leben opfern, damit Sünde, Krankheit und Dämonen aufhören.
Jesus wirft sich selbst in den Sturm und verbringt drei Tage im Grab – so wie Jona drei Tage im Fisch verbrachte. Und so wie Jona vom Fisch ausgespuckt wurde und dem gottlosen Ninive die Rettung verkündete, so steht Jesus aus seinem Grab auf und spricht über jeden – ob krank, sündig oder von Dämonen besessen – das aus, was er auch über den Sturm spricht: „Frieden! Sei still!“ (Markus 4,39).
In seiner Auferstehung zeigt Jesus uns seine Macht über die geistlichen Mächte des Bösen (Kolosser 2,15).
Wenn Jesus Vollmacht über das Grab hat, über Legionen von Dämonen, über chronische Krankheit und über Stürme, dann kann er auch dir Leben und Freiheit zusprechen. Diesen Frieden und diese Kraft bekommst du durch den Glauben. Jairus und die namenlose Frau wurden beide auf dieselbe Weise geheilt – indem sie Jesus vertrauten (Markus 5,34). Und genau diese Frohe Botschaft wird auch dir angeboten.
Sieh es selbst
Möge der Heilige Geist dir die Augen öffnen, damit du den Gott siehst, der Macht über Dämonen und über den Tod hat. Und mögest du Jesus als den erkennen, der Gottes barmherzige Macht auf die Erde bringt.

