Was passiert hier?
Das Volk Israel ist bei dem Land angekommen, das Gott ihm versprochen hatte – dem Land Kanaan. Gott hatte ihnen gesagt, dass das Land bewohnt sein würde, dass er aber mit ihnen sein würde, um die Bewohner zu besiegen und zu vertreiben (13,1).
Zwölf Kundschafter werden ausgesandt, um das Land zu erkunden. Doch einige der Bewohner waren Riesen, Nachkommen der halb göttlichen, halb menschlichen Nephilim aus 1. Mose (1. Mose 6,4).
Zehn der Kundschafter hatten Angst und verbreiteten ihre Furcht im ganzen Lager. Nur zwei von ihnen, Kaleb und Josua, glaubten, dass Gott mit ihnen sein würde, um das Land in Besitz zu nehmen – ganz egal, was kommt.
Wie so oft entschieden sich die Israeliten für Unglaube und Ungehorsam. Sie beschwerten sich und wünschten sich zurück nach Ägypten oder bedauerten sogar, dass sie nicht einfach in der Wüste gestorben waren (14,2).
Deshalb bestraft Gott die Generation aller, die zwanzig Jahre und älter waren – also die Generation, die am Anfang von 4. Mose gezählt worden war. Sie sollten bekommen, worum sie gebeten hatten: Vierzig Jahre lang würden sie in der Wüste umherwandern, bis auch der Letzte dieser Generation gestorben war (14,22-23).
Dann würde Gott die jüngere Generation zurück in das Gelobte Land bringen und sie dort wohnen lassen.
Als diese Nachricht das Volk erreichte, trauerte es und versuchte, den Fehler wiedergutzumachen. Eine große Gruppe von ihnen zog eigenmächtig in das Land Kanaan hinauf, um gegen die Bewohner zu kämpfen. Doch weil Gott nicht mit ihnen war, erlitten sie eine schwere Niederlage (14,42).
Wo ist das Evangelium?
Der Hebräerbrief sagt uns, dass diesen Menschen die Frohe Botschaft verkündet wurde (Hebräer 4,2). Die Frohe Botschaft war: Gott würde mit ihnen sein, um sie im Gelobten Land in seine Ruhe zu bringen.
Aber sie glaubten dieser Frohen Botschaft nicht. Darum wurde ihnen verwehrt, in Gottes Ruhe im Gelobten Land einzugehen.
Der Hebräerbrief geht noch einen Schritt weiter und sagt, dass die wahre und endgültige Ruhe, die Gott anbietet, noch heute offensteht (Hebräer 4,9). Und diese Ruhe ist allein durch Jesus zu bekommen.
Jesus hat unseren wahren Feind, die Sünde, am Kreuz bereits besiegt. Jesus hat den wahren Riesen, den Tod, in seiner Auferstehung bereits überwunden. Er ist schon in das endgültige Gelobte Land eingegangen, zur rechten Hand Gottes, wo er sitzt und von seinem vollkommen vollendeten Werk ruht (Hebräer 10,12). Alles, was wir tun müssen, ist zu glauben – genau das, woran die Israeliten scheiterten.
Sowohl dieser Text in 4. Mose als auch der Hebräerbrief geben uns dieselbe Warnung: Verliere den Glauben nicht (Hebräer 4,7). Glaube dem Evangelium. Vertraue darauf, dass Gott mächtig genug ist, dich zu retten. Glaube, dass Jesus erworben hat, was du selbst niemals erwerben könntest.
Sei nicht wie die überheblichen Israeliten, die versuchten, ohne Gott in das Land einzuziehen, und verloren. Du kannst dir das nicht selbst verdienen. Vertraue und komm zur Ruhe.
Sieh selbst
Ich bete, dass der Heilige Geist dir die Augen öffnet für den Gott, der vor dir her in das Gelobte Land geht, und dass du Jesus als den erkennst, der die Riesen der Sünde und des Todes ganz und endgültig besiegt hat, um uns zu sich zu bringen.

