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Andacht

Apostelgeschichte 1-2

Pfingsten

In Apostelgeschichte 1-2 sehen wir, wie Jesus den Fluch und den Sündenfall aufhebt, indem er allen Völkern die Vergebung der Sünde und sich selbst als Geschenk anbietet.

Was passiert hier? 

Die Apostelgeschichte ist die Fortsetzung des Lukasevangeliums und wurde vom selben Autor geschrieben. Lukas nimmt den Faden dort wieder auf, wo er ihn liegen ließ, und beschreibt, wie Jesus 40 Tage mit seinen Jüngern verbringt und mit ihnen über das Reich Gottes spricht (Apostelgeschichte 1,3). 

Denk daran: Israel war jahrhundertelang ein geteiltes Königreich. Sie warteten immer noch darauf, dass Gott die Zusagen erfüllen würde, die er ihnen über ihr Königreich gegeben hatte. 

All dieses Reden über das Königreich bringt die Jünger dazu zu fragen, ob Israel nun als irdisches Königreich erneuert werden soll (Apostelgeschichte 1,6). Doch Jesus antwortet, dass es ihnen nicht zusteht zu wissen, wann das Königreich erneuert wird (Apostelgeschichte 1,7). Die Jünger sollten in Jerusalem auf diese Erneuerung warten. 

Das Kommen des Heiligen Geistes wird dieser Moment sein. Dann werden die Jünger verwandelt: Sie werden Jesu Zeugen für dieses neue Königreich – in Jerusalem, in Juda und Samaria und bis an die Enden der Erde (Apostelgeschichte 1,8). 

Dieser Vers ist wie ein Inhaltsverzeichnis für das ganze Buch: Er verfolgt die Ausbreitung des Evangeliums. Er verspricht außerdem, dass Jesus den Heiligen Geist senden wird, um Gottes Zusagen einzulösen, sein Königreich zu erneuern und sein Volk zu retten. 

Genau das geschieht in Apostelgeschichte 2 am Pfingsttag. Juden und Menschen, die zum jüdischen Glauben übergetreten sind, aus allen Völkern unter dem Himmel sind in Jerusalem, und sie sprechen alle verschiedene Sprachen (Apostelgeschichte 2,5). Das erinnert uns an den Turmbau zu Babel in 1. Mose (1. Mose 11,1). Dort kamen alle Völker zusammen, um ihr eigenes Königreich zu bauen, wurden aber mit verschiedenen Sprachen über die ganze Erde verstreut (1. Mose 11,9). 

Plötzlich kommt der Heilige Geist auf die Apostel und befähigt sie, auf wunderbare Weise die großen Taten Gottes in vielen Sprachen gleichzeitig zu verkünden (Apostelgeschichte 2,11). Petrus predigt über Jesus als den wahren König von Israel (Apostelgeschichte 2,30). Jesus sitzt nicht auf einem irdischen Thron über einem irdischen Königreich, sondern erfüllt alle Zusagen des Alten Testaments, indem er ein neues Königreich bringt, das er von seinem himmlischen Thron aus regiert (Apostelgeschichte 2,33).  

Als die Menschenmenge die Frohe Botschaft von Jesus hört, der am Kreuz starb und von den Toten auferstanden ist, erkennen sie: Er ist der verheißene Nachkomme des Königs David, der das erneuerte Reich Gottes herbeiführen wird (Apostelgeschichte 2,36). Und nun, mit dem machtvollen Kommen des Heiligen Geistes, kann niemand mehr leugnen, dass dies die letzten Tage sind, von denen alle Propheten gesprochen haben (Apostelgeschichte 2,17). 

Auf diese Nachricht hin tun Tausende von Juden Buße, lassen sich auf den Namen von Jesus taufen und empfangen ebenfalls die Gabe des Heiligen Geistes (Apostelgeschichte 2,38).

Wo ist das Evangelium?

Der Tod, die Auferstehung und die Himmelfahrt von Jesus haben eine Revolution ausgelöst, die alle Völker, Regierungen und alle anderen Formen von Macht erobert (Apostelgeschichte 2,34). 

Das ist eine Frohe Botschaft, denn wie Israel leben auch wir in einem geteilten Königreich. Das Königreich unserer Welt hat sich feindlich gegen das Reich Gottes aufgestellt. Doch wenn wir unsere Treue zum irdischen Königreich aufgeben und uns König Jesus verpflichten, werden wir Teil von Gottes Königreich (Apostelgeschichte 2,21). 

Zwei Dinge geschehen, wenn wir uns dem Reich Gottes anschließen: Unsere Sünden werden vergeben, und wir empfangen den Heiligen Geist (Apostelgeschichte 2,38). Wir werden zu Außenposten von Gottes Königreich. 

Babel brachte Königreiche und Throne der Trennung und Verwirrung. Der himmlische Thron von Gottes Königreich bringt Verbundenheit und Frieden. 

Unsere neue Stellung in Gottes Königreich drängt uns nun, in die ganze Welt zu gehen und Einigkeit dorthin zu bringen, wo Trennung herrschte. Das Reich Gottes nimmt das, was zersplittert war, und macht es eins.

Sieh es selbst 

Ich bete, dass der Heilige Geist dir die Augen öffnet, damit du den Gott siehst, der jede Zusage hält, die er gibt. Und mögest du Jesus als den letzten verheißenen König sehen, der alle Völker einlädt, in sein Königreich einzutreten.

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